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Lockdown Beschäftigung bei der Feuerwehr Reitland

(09.03.2021 von Jörg Wiggers)

Was machen die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Reitland so am Dienstabend, wenn keiner aufgrund der Corona-Beschränkungen zum Dienst darf? Diese Frage habe ich mal in die WhatsApp-Gruppe der “Firefighters Reitland” gestellt.

Nun, angefangen bei den Gerätewarten. Sie heißen nicht so weil sie auf die Geräte warten, sondern sorgen dafür, dass alles funktioniert. Sie sorgen dafür, dass die Fahrzeugmotoren anspringen und der Luftdruck auf den Bremsen stimmt. Sie starten die Motorgeräte regelmäßig, damit Sie im Einsatzfall vernünftig laufen und einsatzbereit sind. Auch die Elektrogeräte werden auf ihre Funktion hin überprüft. Für das akkugetriebene Rettungsgerät gilt dasselbe. Da der Gerätewart immer allein im Feuerwehrhaus ist, hat er sich zwei Luftballons mit Gesichtern bemalt und die im Aufenthaltsraum an den Tisch gesetzt, damit er nicht so einsam ist. Es wäre so langweilig beim Dienst, aber erzählen tun die ja auch nix.

Von unserm Stellvertretenden Ortsbrandmeister ist zu vermelden, dass er jeden Montag nach der Probealarmierung ins Feuerwehrhaus pilgert, um die Alarmierung zurückzustellen.

Einsätze dürfen wir unter Beachtung der Abstand- und Hygienevorschriften fahren. So waren wir zuletzt mit den Schweier Kameraden auf der B437 bei einem LKW-Unfall. Der Fahrer war mit seinem Fahrzeug in den Graben geraten und hatte sich dabei schwer verletzt. Er wurde nach der Rettung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Einige Kameraden schauen sich jetzt regelmäßig Feuerwehrsendungen im Fernsehen an. So bildet man sich bei der Sendung “112 Feuerwehr im Einsatz” weiter und schaut sich wahrscheinlich zum hunderttausendsten Mal “Backdraft-Männer die durchs Feuer gehen” an. Als wenn wir nicht auch Frauen in der Feuerwehr hätten. Hollywood lässt grüßen.

Wiederum Andere lesen vermehrt Fachlektüre zum Beispiel den ”St. Florian” oder das Brandschutzmagazin oder sinnieren über die neueste Auflage des Niedersächsischen Brandschutzgesetzes, was wohl auch eher etwas für unsere Führungskräfte ist.

Viele treiben auch mehr Sport um -nicht nur für den Einsatz- fit zu bleiben. So mancher Hometrainer wird seitdem stark beansprucht.

Unsere Tippse -so nennen wir unseren Schriftwart- hat Einladungen für die Jahreshauptversammlung geschrieben und doch nicht verschickt. Findet ja keine statt. Er hat dann an die Fördervereinsmitglieder eine Info verschickt, das es Uns noch gibt und das die Hauptversammlung des Fördervereins dieses Jahr nicht stattfinden wird. So bleibt Ihm zumindest der Jahresabschluss treu. Der muss auf jeden Fall geschrieben werden. Statistik tut Not.

In einigen Feuerwehren wird ein Online-Dienst angeboten. Das heißt, dass man z.B. das Thema “Fahrzeugkunde” in einem Fragebogen verpackt und der muss dann während einer Videokonferenz abgearbeitet werden. Die Begeisterung aller Reitlander Kameradinnen und Kameraden war schier nicht zum Aushalten Kommentar: Online? Nöp! Dann Arbeiten viele auch Online im Homeoffice, da hat man abends keine Lust mehr am Bildschirm Fragen zu beantworten.

Nach dem wir uns vor dem zweiten Lockdown einen PKW zum Auseinanderschneiden besorgt hatten, muss der noch auf sein Tranchieren warten. Derweil hat ein Kamerad von uns ein weiteres altes Auto hinzu gestellt. Nun müssen wir langsam aufpassen, dass da kein Schrottplatz entsteht.

Positiv hat sich auch das Aufräumen im Kleiderschrank ausgewirkt. Hat doch eine Kameradin ihre lang vermisste Leistungsspange wieder gefunden!

Ja, und der Pressesprecher? Der hat denn mal alle Erlebnisse aufgeschrieben.

60 jähriges Jubiläum Günter Hoting